Endlich. Der offizielle Countdown läuft. Licht aus, Bühne frei – ab jetzt werden die Tage bis Weihnachten gezählt!

Endlich. Der offizielle Countdown läuft. Licht aus, Bühne frei – ab jetzt werden die Tage bis Weihnachten gezählt!

Seid Ihr schon so richtig in Stimmung? Ich schon. Denn ab jetzt kann sich das schlechte Gewissen beim Plätzchen-Essen, Glühwein-Trinken und Shoppen endlich verabschieden. Besonders das Shopping-Gewissen ist nun um einiges erleichtert. Nutze ich doch schon seit Wochen die Ausrede, mir jetzt auch mal selbst was Schönes gönnen zu können. Ist ja schliesslich Weihnachten. Die aufregenden Kroko-Stiefel – hm, sündhaft teuer – aber ist ja Weihnachten. Und wann habe ich mir eigentlich selbst zuletzt was wirklich Gutes getan? Anstrengend war das Jahr auch – na also, die habe ich mir redlich verdient. Wie sagt man da doch so schön?

Organisierter Selbstbetrug

Ja, ihr kennt das. Ausreden und Gründe um das eigene Gewissen zu beruhigen. Und wofür das ganze? Ein Paar Kroko-Stiefel. Oder die zauberhafte Clutch, die so herrlich zu dem Seidenkleid aus dem einen schönen Laden passt. Oder die süsse Kette aus dem Schaufenster. Es ist offensichtlich, wir Frauen müssen gerade jetzt wahnsinnig stark sein. Es ist als wären die Kollektionen zur Weihnachtszeit noch ein wenig hübscher und die Anziehungskraft von Schuhen, Taschen und Accessoires um ein Vielfaches gestiegen. Und können wir dem Reiz dann doch nicht widerstehen und verfallen in einen schieren Weihnachts-Shopping-Rausch, na dann müssen eben ein paar gute Ausreden her, warum wir die 6 paar neuen Schuhe wirklich brauchen.

Nun werde ich euch jedoch in mein neustes Geheimnis einweihen. Denn es gibt einen Weg durch die schillernden Strassen zu bummeln, gnadenlos zu shoppen und dem schlechten Gewissen letztendlich lachend entgegenzutreten:

«Kauft mehr Geschenke.»

Klingt jetzt zu einfach, oder? Im Prinzip ist es das auch. Aber sind wir ehrlich. Jedes Jahr haben wir bereits Anfang November ein, zwei zündende Geschenkideen, die wir dann auch schnell besorgen. Und dann gibt es da aber noch die anderen 8 Geschenke, bei denen wir nicht wissen was wir kaufen sollen und wie immer bis zum 23ten warten, um dann – Überraschung – festzustellen, dass wir nichts Schönes auf die Schnelle finden. Den anderen 1000 Menschen, die ebenfalls in der Stadt unterwegs sind, geht es genauso. Wäre es nicht schön, einfach mal bereits Anfang Dezember planlos durch die Stadt zu bummeln, dem Weihnachtstreiben zu folgen und den Blick auf mögliche Geschenke für unsere Liebsten zu richten. Statt wie sonst für uns selbst zu schauen. Die Stores machen es uns ja sogar wirklich leicht. Ein Schlüsselanhänger hier, ein Kettchen da und schon haben wir im Nu alle Geschenke parat und fühlen uns so gut wie schon lange nicht. Und warum? Weil wir jetzt gar kein schlechtes Gewissen zu haben brauchen. Denn wir haben das höchste Level der Shopping-Befriedigung erlangt: Gift Shopping.

Viel Freude beim Shoppen!